Es ist, wie es ist, aber es wird, was wir daraus machen. Getreu diesem Leitsatz hat WILD aufgrund der Corona-Pandemie eine Reihe innovativer digitaler Formate erarbeitet, die auch in Zukunft eine Richtungsänderung bewirken werden.

Analysten hatten sie schon lange prophezeit und durch die Corona-Pandemie war sie schlagartig Realität: die Welt der verteilten virtuellen Teams. Aber funktioniert diese auch für Entwicklungs- und Fertigungspartner wie WILD? Wie kann man trotz Lockdown Produkte sicher entwickeln und die Fertigung an einem anderen Standort zuverlässig und effizient hochfahren? Wie ermöglicht man potenziellen Neukunden trotz Reisebeschränkungen Einblicke ins Unternehmen?

„Die Tools, die unsere technikbegeisterten Mitarbeiter als Antworten auf diese Fragen entwickelt haben, fielen zu Beginn der Pandemie in die Kategorie Krisenkommunikation. Doch vieles, das aus der Not heraus entstanden ist, hat sich innerhalb kürzester Zeit bewährt. Mehr noch: es zeigt sich als nachhaltiger Weg in die Zukunft und wird uns mit Sicherheit noch lange begleiten“, so Josef Hackl, CEO der WILD Gruppe. Er spricht dabei drei digitale Co-Working- und Kommunikations-Tools an, die erfolgreich in das Tagesgeschäft integriert wurden und von den Kunden äußerst positiv bewertet werden.

SICHER VERLAGERN MIT DIGITALEN MONTAGEAUFBAUTEN

Um einen effektiven Informationsaustausch und eine rasche Reaktionszeit beim Serienstart von Produkten zu gewährleisten, hat WILD sogenannte „digitale Montageaufbauten“ entwickelt bzw. optimiert. Diese virtuellen Meetings zwischen Kunde und Fertigungsteam finden direkt am Arbeitsplatz des jeweiligen WILD-Mitarbeiters statt. Dank mehrerer Videokameras, Lautsprecher, Beleuchtungstools und Tablets befinden sie sich im permanenten Austausch und realisieren die Baugruppen gemeinsam. Über unterschiedliche Kameraperspektiven, die der Kunde während der Meetings am Schirm beliebig präferieren kann, sowie Live-Kommunikation ist sichergestellt, dass selbst die Erstmontage gelingt. Darüber hinaus ist es mit Hilfe einer Software möglich, die Videokonferenz aufzuzeichnen, um später als Ergänzung zu schriftlichen Montageanweisungen darauf zurückzugreifen. „Mittlerweile haben schon mehrere Kunden bei uns deponiert, dass sie sich diese digitalen Montageaufbauten auch in Zukunft als fixen Bestandteil des Serienüberleitungsprozesses wünschen“, weiß Reinhold Kordesch, Montageleiter Medizintechnik. So können Unklarheiten, Änderungen und Produktverbesserungen wesentlich schneller, effektiver und einfacher gelöst werden als bisher. Das bestätigt auch Daniel Fleck, der im strategischen Einkauf der Bruker Optik GmbH tätig ist. „Die aktuelle Situation stellt uns vor viele neue Herausforderungen. Durch die auf Initiative von WILD implementierte Remote-Lösung können wir künftig Montageschulungen quasi am Arbeitsplatz abhalten, was uns ganz neue Möglichkeiten bietet. Und das auch über die Pandemie hinaus.“

NUR EINEN MAUSKLICK ENTFERNT: IHR PERSÖNLICHER EINBLICK IN DIE WILD GRUPPE

Ein weiteres Tool, das aus der Krise heraus entstanden ist, aber auch künftig für mehr Nachhaltigkeit sorgen wird, sind die virtuellen Firmenrundgänge. Sie ermöglichen es potenziellen Neukunden, sich orts- und zeitunabhängig sowie ressourcenschonend ein Bild von der Leistungsfähigkeit der WILD Gruppe zu machen.

„Das Live-Feeling bei diesen Führungen durch unsere Entwicklungsbüros sowie Fertigungs- und Montagehallen, bei denen wir individuell auf alle Fragen und die für unsere Kunden besonders interessanten Bereiche eingehen können, ist fast gleichwertig zu sehen, als wären sie vor Ort“, bestätigt Marketing-Verantwortliche Heidrun Freimuth. Auch die zahlreichen Kurzvideos mit Highlights aus den unterschiedlichen Unternehmensbereichen – das dritte Tool im Bunde – geben Einblicke in die Dienstleistungen und Technologien der WILD Gruppe. Entstanden sind die „Co-Produktionen“ firmenintern unter Mithilfe der WILD Montage-Teamleiter, der jeweiligen Bereichsleiter und der Marketing-Abteilung.

Dass auch die Akquise effizient und innovativ fortgeführt werden kann, zeigen die Projektpräsentationen via Video-Conferencing, bei denen WILD die Mitschrift live teilt und umgehend auf Rückmeldungen reagieren kann. „Nach dem Video-Call erhalten alle Gesprächspartner eine detaillierte Zusammenfassung des Projektes bzw. des Calls, den sie selbst mitgestaltet haben. Kunden wie Infineon Technologies wollen ihre Projekte auch künftig auf diesem virtuellen Weg fortsetzen“, erklärt Business Developer Daniel Pressl.

Für Josef Hackl geht es bei all diesen Tools aber auch darum, langfristig einen ökologischen und ökonomischen Mehrwert zu erzielen. „Es hat sich gezeigt, dass ein Großteil der physischen Treffen und Dienstreisen nicht zwingend notwendig ist. Im Gegenteil: virtuelle Meetings schonen die Umwelt und sparen viel Zeit. Was nach der Corona-Krise bleibt, sind neue Routinen, die wir neben dem Vorteil der engeren Kommunikation als Chance für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität nutzen sollten. Trotzdem ist eine sinnvolle Balance zwischen Online- und persönlichen Treffen notwendig. Denn gerade die von unseren Kunden am meisten geschätzten Attribute wie Sauberkeit, Transparenz, Offenheit und Freundlichkeit kann man live vor Ort am besten erleben.“