WILD entwickelte für Diffratec die Mechanik einer variablen Moiré-Linse und überzeugte mit Justage-Know-how im μ-Bereich und Präzisionsfertigung.

Die Moiré-Linse besitzt ähnliche Fähigkeiten wie das menschliche Auge. Sie erlaubt die Fokussierung von Objekten in unterschiedlichen Entfernungen. Im Gegensatz zu unserem Sehapparat hält sie jedoch extrem hohe Lichtstärken aus, reagiert wesentlich schneller auf Objektbewegungen und kann viel präziser eingestellt werden. Damit hat sie das Potenzial die 3D-Laserbearbeitung und 3D-Mikroskopie zu revolutionieren. Davon ist Martin Bawart, CEO Diffratec Optics überzeugt, der die Moiré-Linsentechnologie schon bald in verschiedensten Sparten zum Einsatz bringen will. „Aufgrund ihrer Robustheit gegenüber Temperatur, Vibration und Druck kann die Linse etwa als Zoomsystem für Infrarotkameras dienen, zur Fehlsichtigkeitskompensation in Virtual-Reality-Brillen verwendet werden oder in der Mikroskopie von lebenden Zellen zum Einsatz kommen“, so Bawart.

Die größte Herausforderung auf dem Weg dorthin liegt im anspruchsvollen Herstellungsprozess. Für eine einwandfreie Funktion müssen Fertigungstoleranzen von wenigen Tausendstelmillimetern eingehalten werden. Darüber hinaus muss die Linse einem Dauerbetrieb über Jahre standhalten. Mit WILD hat das Innsbrucker Spin-off nun einen Entwicklungs- und Fertigungspartner gefunden, der diese Standards garantiert. „Wir haben einen Spezialisten gesucht, der die erforderlichen Ressourcen zur Projektumsetzung besitzt und für höchste Qualität bekannt ist. Beides trifft auf WILD zu“, begründet Martin Bawart die Zusammenarbeit. Im Juni 2019 wurde der Systempartner mit der Entwicklung der Mechanik einer variablen Moiré-Linse beauftragt. „Konkret ging es darum, die hochpräzise Lagerung und Positionierung der diffraktiven optischen Elemente sowie die Justage der Optiken im μ-Bereich zu gewährleisten. Unser Entwicklungs-Know-how, die bewährten Justagekonzepte sowie die Erfahrung in der Klebetechnik und Präzisionsfertigung haben uns dabei einen entscheidenden Vorsprung verschafft“, erklärt Stefan Werkl, Head of Optical Technologies der WILD GmbH.

In einem nächsten Schritt soll eine motorisierte Variante der Moiré-Linse entwickelt werden. „Wir sind mit der bisherigen Zusammenarbeit mit WILD sehr zufrieden. Die Kommunikation war immer lösungsorientiert und unkompliziert. Die vorgeschlagenen Konzepte wurden so aufbereitet, dass sie schnell nachvollziehbar waren und sich die optimale Projektfortführung klar abzeichnete. Neben der hohen Präzision, mit der WILD das Projekt umsetzte, wurde auch spürbar auf eine saubere Verarbeitung und ein ansprechendes Design geachtet“, so Bawart.