Technische Präzision hinter moderner Diagnostik. 10. November 2025 Automatisierte Systeme, miniaturisierte Module und smarte Auswertungen verändern die In-vitro-Diagnostik rasant. Analysen, die früher Stunden dauerten, liefern heute in wenigen Minuten Ergebnisse. Die WILD Gruppe ist seit Jahrzehnten Teil dieser Entwicklung und gestaltet die Zukunft der Diagnostik aktiv mit. Schneller, präziser, vernetzter: Die In-vitro-Diagnostik erfolgt nicht mehr nur im Labor, sondern überall dort, wo Daten Leben retten. Point-of-Care-Systeme, molekulare Schnelltests und KI-gestützte Auswertungen verändern, wie Krankheiten erkannt und behandelt werden. Ob Blutbild, PCR-Test, Allergieanalyse, Tumormarker oder genetische Profile für personalisierte Therapien: Hinter solchen Analysen stehen komplexe Technologien wie optische Messsysteme, Mikrofluidik, kinematische Komponenten, Temperaturmanagement, Sensorik und digitale Bildauswertung. WILD ist einer der wenigen Technologiepartner am Markt, der in allen diesen Bereichen über langjähriges Know-how verfügt und dieses in individuellen Gesamtlösungen kombiniert. GESAMTES SPEKTRUM DER DIAGNOSTIK Kaum ein anderer deckt die Bandbreite der Diagnostik so umfassend ab: von der klinischen Chemie über die Hämatologie bis hin zu Immunologie, Molekular- oder Veterinärdiagnostik. Auch bei Spezialtests – etwa zum Nachweis von Denguefieber oder Krankenhauskeimen – ist die WILD Gruppe Teil der Wertschöpfungskette. „Unsere Kunden schätzen, dass wir Systeme ganzheitlich denken: von der Optikentwicklung über die Beleuchtung bis zur Softwareintegration“, erklärt CTO Wolfgang Warum. VON DER LABORSTRASSE BIS ANS KRANKENBETT In vielen Großlaboren kommen Analysegeräte zum Einsatz, die täglich hunderte Proben in einem Durchgang automatisiert auswerten. Diese Systeme sind entscheidend für die klinische Diagnostik und die Wirkstoffforschung. Sie ermöglichen unter anderem die Identifizierung und Quantifizierung von Krankheitserregern, eine Echtzeit-PCR Bestimmung, die Expressionsanalyse von Genen sowie komplexe Stoffwechselanalysen. Damit diese Systeme auch nach tausenden Messzyklen zuverlässig und reproduzierbar arbeiten, setzt man auf präzise optische Module, gefertigt von WILD. Sie sind integraler Bestandteil der photometrischen Messstrecke und sorgen dafür, dass auch kleinste Konzentrationsunterschiede exakt erkannt werden. Auch bei der Blutgruppenbestimmung und beim Infektions-Screening kommen vollautomatisierte Plattformen zum Einsatz, die unterschiedliche Testverfahren auf einer gemeinsamen Analyseoberfläche vereinen. Sie bestimmen parallel, standardisiert und ohne manuelle Zwischenschritte verschiedene Parameter wie Blutgruppen, Antikörperprofile oder infektiologische Nachweise. WILD liefert hierfür präzise Messmodule. Unabhängig von Durchsatz oder Probendichte erfassen sie Reaktionen auf Mikroarray-Basis und stellen sicher, dass jede Probe exakt ausgewertet wird. SYSTEME FÜR KLINISCHE ROUTINEDIAGNOSTIK Bei kompakten Analysegeräten für die klinische Chemie und Hämatologie ist die WILD Gruppe ebenfalls beteiligt, etwa bei Systemen, die Routineparameter wie Enzyme, Lipide oder Elektrolyte automatisiert bestimmen und Blutbilder in einem Arbeitsgang analysieren. Diese Geräte übernehmen in Arztpraxen, kleineren Laboren oder Krankenhausabteilungen Aufgaben, die früher Großlaboren vorbehalten waren. Ein aktuelles Beispiel ist ein vollautomatisiertes Point-of-Care-Gerät eines führenden europäischen Medizintechnikunternehmens. Es basiert auf einer Plattform für molekulare Diagnostik und erkennt Atemwegserkrankungen, urogenitale und nosokomiale Infektionen in kurzer Zeit – vollständig automatisiert und ohne Laborausstattung. WILD hat dafür die Serienüberleitung und den Aufbau der Großserienfertigung übernommen mit Fokus auf höchste Präzision bei gleichzeitig niedrigen Stückkosten. In der Mikrobiologie identifizieren Analysegeräte Bakterien oder Pilze in Patientenproben innerhalb weniger Minuten. „Wir fertigen in diesem Bereich unter anderem ein vollautomatisiertes Pipettiersystem, das Mikroorganismen anhand ihrer molekularen Fingerabdrücke detektiert. Krankenhäuser etwa nutzen diese Geräte für die schnelle Diagnose von Infektionen und zur Identifizierung von Erregern“, erklärt Stephan Payer, IVD Sales Manager. LICHT ALS SCHLÜSSELTECHNOLOGIE Eines der zentralen Werkzeuge all dieser IVD-Systeme ist Licht. In der klinischen Chemie etwa beruhen viele Verfahren auf den Prinzipien Lumineszenz, Absorption oder Fluoreszenz. Moderne Analysesysteme – sogenannte Microplate Readers – vereinen diese Methoden in einem Gerät. Sie vermessen biochemische oder physikalische Reaktionen in Mikroplatten, die aus zahlreichen einzelnen Vertiefungen, sogenannten „Wells“, bestehen. Jede bildet ein eigenes Testfeld, sodass hunderte Reaktionen parallel oder in enger zeitlicher Abfolge durchgeführt und ausgewertet werden können. Modernste Systeme gehen noch weiter und erlauben Multiplex-Analysen, bei denen in einem einzelnen Well mehrere Fluorophore durch spektral unterschiedliche Beleuchtung parallel ausgelesen werden können. Verschiedene Zielmoleküle werden also gleichzeitig bestimmt, was die Effizienz erhöht und den Bedarf an Probenmaterial reduziert. Dabei steigt jedoch die Gefahr von Signalüberschneidungen und damit die Anforderung an die Beleuchtung. Hier kommt die Kompetenz von PHOTONIC ins Spiel. „Wir entwickeln Beleuchtungslösungen, die exakt auf die Anforderungen klinisch-chemischer Systeme und deren Architektur zugeschnitten sind. Unsere Module verbinden spektrale Präzision, hohe Stabilität und minimale Wärmeentwicklung. Damit stellen sie sicher, dass auch lange und komplexe Messreihen zuverlässig ausgewertet werden können“, so Business Developer Ingo Wiest. Dank kompakter Bauweise und passgenauer Integration fügen sich die Lichtquellen nahtlos in die jeweilige Zielapplikation ein und tragen maßgeblich zur Effizienz und Zuverlässigkeit moderner Diagnosesysteme bei. TECHNOLOGISCHE KOMPETENZ FÜR PRÄZISE DIAGNOSTIK WILD spielt ihre Stärken außerdem in der optischen Messtechnik, der Mikrofluidik oder bei sensorischen und kinematischen Systemen aus. Ergänzt wird dieses technologische Fundament durch zertifizierte Fertigungsprozesse nach ISO 13485, die selbst anspruchsvolle regulatorische Vorgaben wie IVDR oder FDA erfüllen.