Die WILD Gruppe realisiert hochsensible Lumineszenz-Messsysteme, die durch das präzise Zusammenspiel von Optik, Elektronik, Mechanik und Software kleinste Lichtmengen zuverlässig detektieren.

Wenn Glühwürmchen ihr charakteristisches Leuchten aussenden, nutzen sie einen biochemischen Prozess, der auch in Analyseverfahren eine wichtige Rolle spielt: Die Lumineszenz. In der Natur dient sie als hocheffizientes Kommunikationssystem, bei dem chemische Energie nahezu ohne Wärmeentwicklung direkt in Licht umgewandelt wird.

Dieses Prinzip machen sich zahlreiche Anwendungen in der Bioanalytik, Diagnostik und Forschung zunutze. Ob ATP-Messungen in der Lebensmittelindustrie, Reporterassays in der Genforschung oder High-Throughput-Screenings in der Wirkstoffentwicklung: Lumineszenzverfahren ermöglichen den Nachweis geringster Stoffmengen.

Was in der Natur spielerisch wirkt, stellt Entwickler vor große Hürden. Denn die Herausforderung liegt nicht in der Erzeugung des Lichts, sondern in seiner Detektion. Die ausgesendeten Impulse sind häufig extrem schwach und schon geringste  Störfaktoren beeinflussen die Messqualität. Entscheidend ist daher eine hohe Signal-to-Background Ratio (SBR) bzw. Signal-to-Noise Ratio (SNR). Je besser sich das Signal vom Hintergrund abhebt, desto niedriger sind die möglichen Nachweisgrenzen und desto zuverlässiger die Messergebnisse. Um optische und elektrische Hintergrundsignale konsequent zu minimieren, muss man zahlreiche Einflussgrößen beherrschen: Die optische Abschirmung gegen Fremdlicht, die Auswahl von Materialien mit geringer Eigenfluoreszenz, hochempfindliche Elektronik sowie eine intelligente Signalverarbeitung.

VOM BAUTEIL ZUR PERFEKTEN MESSKETTE
„Entscheidend ist nicht allein die Empfindlichkeit des einzelnen Bauteils, sondern das Zusammenspiel der gesamten Messkette“, so Stephan Payer, Head of Sales Analytics bei WILD. „Erst die optimale Abstimmung von Optik, Elektronik, Mechanik und Software ermöglicht die zuverlässige Detektion extrem schwacher Lumineszenzsignale. Hier bringen wir als Entwicklungs- und Fertigungspartner unsere Stärken ein. Von der optischen und elektronischen Systemarchitektur über die Integration moderner Detektortechnologien bis hin zur Serienfertigung schaffen wir ein Gesamtsystem, das höchste  Anforderungen an Sensitivität, Reproduzierbarkeit und Robustheit erfüllt.“

Da bereits kleinste Partikel die optischen Eigenschaften eines Systems beeinträchtigen, erfolgt die Montage kritischer Baugruppen in Flow-Boxen der ISO-Klasse 6. Das minimiert Verunreinigungen und stellt eine hohe Reproduzierbarkeit sicher.

NEUE FREIHEITSGRADE IN DER DETEKTION
Während klassische Photomultiplier in vielen Hochleistungsanwendungen weiterhin wichtig sind, gewinnen moderne siliziumbasierte Detektoren an Bedeutung. Sie ermöglichen kompakte, robuste und kosteneffiziente Systemlösungen und eröffnen neue Freiheitsgrade bei der Entwicklung künftiger Analysegeräte.