Was in der flexiblen Endoskopie bereits Realität ist, könnte morgen den OP-Alltag revolutionieren: multispektrale Beleuchtung. PHOTONIC verfügt über das Entwicklungs-Know-how und die Fertigungskompetenz, um diesen Wandel aktiv mitzugestalten.

Der Einsatz multispektraler Beleuchtung beschränkt sich bislang auf die diagnostische Endoskopie, insbesondere auf Gastro- und Koloskopien mit flexiblen Endoskopen. Diese derzeit nur bei High-End-Systemen verfügbare Technologie ermöglicht es, vaskuläre Strukturen kontrastreicher hervorzuheben, subepitheliale Gefäße sichtbar zu machen, Blutungen deutlicher zu erkennen und in tiefere Gewebeschichten vorzudringen.

Im Gegensatz dazu wird in der chirurgischen Endoskopie überwiegend mit Weißlicht gearbeitet, das in bestimmten Operationsschritten durch Nahinfrarot unterstützt oder ersetzt wird. Diese Methodik gilt inzwischen als Goldstandard. Bei PHOTONIC ist man allerdings überzeugt: Die Beschränkung auf ein solches Dual-Spektrum hat ein Ablaufdatum. „Denn die Übertragung des Prinzips der multispektralen Beleuchtung aus der Diagnostik in die chirurgische Endoskopie eröffnet – als Ergänzung zu etablierten Verfahren – völlig neue Möglichkeiten für die intraoperative Visualisierung“, so Business Developer Ingo Wiest. Dies kann dazu beitragen, Blutgefäße und Strukturen während des Eingriffs besser darzustellen und damit die Sicherheit und Präzision im OP-Saal weiter zu erhöhen.

Warum PHOTONIC schon jetzt so weit ist, diesen Schritt mit potenziellen Kunden zu gehen? Das Unternehmen verfügt über das notwendige Know-how, die Erfahrung und klar strukturierte Prozesse – von der Spektralanalyse und Auswahl geeigneter Emitter und Filter über das optische Design bis zum Prototypenbau und Tests im eigenen Labor. Hier wurden bereits bis zu 7-kanalige Konzepte entwickelt, die LED und Diodenlaser flexibel kombinieren. Im Zuge der Entwicklung simuliert der Beleuchtungsspezialist Strahlengänge mithilfe von Raytracing, bezieht digitale Zwillinge optischer Komponenten ein und optimiert Abbildungsqualität, Stabilität und Strahlprofil. Ein iterativer Regelkreis mit Sensitivitäts- und Toleranzanalysen stellt sicher, dass kritische Parameter stabilisiert und Lösungen kontinuierlich verfeinert werden. So entstehen Systeme, die technisch auf höchstem Niveau und  zugleich exakt auf Rahmenbedingungen wie Bauraum, Schnittstellen oder Kosten abgestimmt sind. Dank FDA-Registrierung der Fertigungsstandorte schafft man zudem die regulatorischen Voraussetzungen, um Projekte auch für den US-Markt umzusetzen.

EINEN SCHRITT VORAUS
Als weiteren Vorteil nennt Wiest die enge Partnerschaft mit namhaften Herstellern. „Muster neuester Lichtquellen erreichen uns, noch bevor sie offiziell am Markt sind. Das schafft einen entscheidenden Vorsprung, der die Produkte unserer Kunden schneller zur Marktreife bringt.“