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Volle Konzentration auf ein starkes Kerngeschäft

(Mai 2016)

Die WILD Gruppe konzentrierte sich 2015 noch stärker als bisher auf die Geschäftsbereiche Medizintechnik und Technische Optik und steigerte mit dieser Strategie den Umsatz von 91,5 auf 95,4 Millionen Euro. Mit einem Plus von 17% hat vor allem die WILD Electronics kräftig zugelegt. 

WILD blickt auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Um das Kerngeschäft nachhaltig zu stärken und die Kernkompetenzen weiter zuzuspitzen, entschied sich die Geschäftsführung gleich zu zwei strategischen Schachzügen: die Übernahme der ZETT Optics und den Verkauf der solar-semi GmbH. Trotz dieser Umstrukturierungen ist es gelungen, den Gesamtumsatz von 91,5 auf 95,4 Millionen Euro zu steigern. Einen Großteil davon lukrierten die Kärntner Standorte WILD GmbH und WILD Electronics mit insgesamt konsolidiert 83,1 Mio. Euro. Auch die Anzahl der Mitarbeiter stieg von 398 im Jahr 2014 auf 409 im Jahr 2015.

Hohes Technologieniveau der neuen Aufträge
Die Medizintechnik zählte auch im Geschäftsjahr 2015 mit 50,1 Mio. Euro zum stärksten Umsatzbringer. „Wir konnten vier Neukunden aus den Bereichen Lasertechnik und Diagnosegeräte gewinnen“, freut sich WILD CEO Dr. Josef Hackl über einen deutlichen Aufwärtstrend, der speziell auch bei der WILD Electronics in Wernberg zu Buche schlug. Denn mit einem Plus von 17 Prozent vermeldete diese im abgelaufenen Geschäftsjahr die stärkste Steigerung innerhalb der Gruppe. Mit ein Grund, weshalb Kunden zunehmend auf WILD als strategischen Partner vertrauen, ist das Thema Qualitätsmanagement. Seit 2015 werden in diesem Bereich erstmals komplette Dienstleistungspakete angeboten, um Medizintechnik-Kunden auf Grund immer strenger werdenden Normen und Audits begleitend zu unterstützen.

Auch der Geschäftsbereich Technische Optik hat sich mit 34 Mio. Euro Umsatz planmäßig entwickelt. „Hier haben wir uns auf die Bereiche Fertigungspräzision und Reinheit, sowohl organische Reinheit als auch Partikelreinheit, spezialisiert. Beides ist u.a. bei der Produktion von technologisch anspruchsvollen Geräten für die Messtechnik sowie für die Lasertechnik essentiell“, betont WILD CFO Dr. Michael Wratschko.

Um die Fertigung kompletter Geräte auf so hohem Technologie-Niveau zu ermöglichen, wurden im letzten Geschäftsjahr alleine in Kärnten 3 Mio. Euro investiert. Unter anderem für die Inbetriebnahme eines neuen Reinraums. Dieser Aufstieg in eine neue Liga der Reinheit ist entscheidend für WILD, denn speziell in der Technischen Optik werden die Anforderungen dahingehend immer höher.  

Als Gruppe zum Erfolg
Positiv sieht die Geschäftsführung auch die Entwicklung an den Standorten außerhalb Kärntens. Die Konsolidierung der Photonic mit Sitz in Wien ist abgeschlossen. Sie hat sich besser entwickelt als geplant. Ein Grund dafür ist der erfolgte Asset Deal, im Rahmen dessen die WILD Gruppe das „geistige Erbe“ der ZETT Optics übernommen hat. Dabei handelte es sich um ein deutsches Unternehmen, das sich auf Lichtlösungen für die Labor- und Medizintechnik sowie für industrielle Applikationen spezialisiert hatte. „ZETT Optics war in sehr ähnlichen Bereichen wie Photonic und WILD Technologies tätig. Die Synergien, die sich nun ergeben, sind umfangreich. Es ist uns gelungen, in das laufende Geschäft der ZETT Optics einzusteigen und den Kunden so Kontinuität zu garantieren. Speziell mit der Produktion einer fast fertig entwickelten Operationsleuchten-Generation haben wir sehr rasch und effektiv den Einstieg in ein neues Segment geschafft. Bringen wir doch langjährige Erfahrungen mit genau diesen Technologien, Produkten und Fertigungsanforderungen mit“, so Dr. Josef Hackl.

Für die WILD Technologies in Trnava/ Slowakei wurde ein neuer Geschäftsführer bestellt. DI Helmut Wurm soll das Unternehmen in die nächste Entwicklungsstufe führen. Um auch komplexere Module fertigen zu können, wird er u.a. für eine Erweiterung der Produktionskompetenzen sorgen. Neu organisiert wurde auch das Auftragszentrum, das eine effektivere Abwicklung der Projekte – darunter viele, die neu angelaufen sind – garantiert.

Abschied vom Anlagengeschäft
Mit dem Verkauf der solar-semi GmbH mit Sitz in Radolfzell/ Deutschland hat sich die WILD Gruppe hingegen vom Anlagengeschäft getrennt. „Wir haben zunehmend festgestellt, dass die Halbleiterindustrie nicht mehr in die Strategie von WILD,  langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen, passt. Am sehr volatilen Halbleitermarkt waren wir mit der solar-semi einfach zu klein, um uns gegen die Konkurrenz behaupten zu können“, argumentiert CEO Josef Hackl. „Es ist uns jedoch gelungen, und darauf haben wir besonderen Wert gelegt, einen strategischen Partner für die solar-semi zu finden.“ 

Pläne und Investitionen für 2016
Für das aktuelle Geschäftsjahr plant die WILD Gruppe Investitionen in der Höhe von 3,3 Mio. Euro. Davon werden rund 3 Mio. Euro in die Kärntner Standorte fließen. „Die Anforderungen in der Produktion von hochpräzisen und partikelreinen Produkten steigen. Hier wächst aber auch das Auftragsvolumen. Das ist für uns ein klarer Auftrag. Daher werden wir vor allem in Hochpräzisionsanlagen und Reinigungsmöglichkeiten investieren“, erläutert CFO Michael Wratschko. „Speziell in Verbindung mit der Lasertechnologie erwarten wir uns dadurch nicht nur eine Steigerung der Qualität, sondern auch des Umsatzes.“

In Summe plant die Geschäftsführung im heurigen Jahr einen Gruppenumsatz von 94 Mio. Euro. „Durch das Ausscheiden der solar-semi GmbH liegt er zwar leicht unter dem Umsatz von 2015. Rechnet man diese heraus, ergibt sich dennoch eine Steigerung“, gibt Dr. Michael Wratschko einen ersten Ausblick.

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