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Eine span(n)ende Aufgabe

(Januar 2015)

Magnesium-Bearbeitung ist bei den Kunden zunehmend gefragt. Nicht nur in der technischen Optik kommt das Leichtmetall zum Einsatz. Auch in der Medizintechnik besteht enormes Potenzial.

WILD hat bereits vor über 20 Jahren Magnesium bearbeitet. Nun rückt der Optomechatronik-Spezialist im Zuge der Technologie Roadmap den Werkstoff wieder verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses und berät seine Kunden über mögliche Anwendungsgebiete inklusive Oberflächenbehandlungen.

Magnesiumlegierungen bringen ein vergleichbares Gewicht wie Kunststoff auf die Waage, haben jedoch eine höhere Festigkeit. Eine Eigenschaft, die Magnesium auch für WILD interessant macht: „Überall dort, wo das Gewicht eine wesentliche Rolle spielt wie z.B. bei Optiken, wird man künftig an Magnesium nicht vorbei kommen. Auch in kleinen und mittleren Produktionsstückzahlen“, ist Stefan Werkl, Leiter des Geschäftsbereichs Technische Optik bei WILD überzeugt. Zudem besitzt Magnesium ein sehr gutes Dämpfungsvermögen. Diese Teile sind in der Lage, Schall gut zu isolieren und Vibrationen von Schwingungsbelastungen zu verringern. Eine Oberflächenbehandlung ist nicht nur aus optischen Gründen notwendig, sondern auch, um das Magnesium vor Verschleiß und Korrosion zu schützen. Aktuell bietet WILD seinen Kunden zwei Verfahren an. Beim plasmachemischen Verfahren ist, ähnlich wie beim Schwarz-Eloxier-Verfahren, keine weitere Veredelung notwendig. Beim reinen Passivieren hingegen wird das Magnesium in Form von Lackieren oder Beschichten veredelt.

Obwohl der Werkstoff Magnesium leicht zu bearbeiten ist, spielt der Sicherheitsaspekt eine zentrale Rolle. „Magnesiumspäne sind leicht entzündlich, die Stäube explosionsfähig. Zudem reagieren Späne und Stäube mit Wasser, wodurch hochentzündlicher Wasserstoff freigesetzt wird. Bei der spanenden Bearbeitung muss daher das Produktionsumfeld bis ins Detail organisiert sein“, erklärt Fertigungsleiter Robert Lackner. WILD hat sich dieser Herausforderung gestellt und eine Fräs- sowie eine Drehmaschine entsprechend den neuesten Sicherheitsrichtlinien umgerüstet. „Trotz der Wärmeausdehnung des Materials sind wir in der Lage, höchste Genauigkeiten bei den Bauteilen zu garantieren“, so Lackner. 

Zukunftswerkstoff für die Medizintechnik
Auch in der Medizintechnik ist der Leichtbaustoff auf bestem Weg Fuß zu fassen. Hier ist Magnesium aufgrund seines geringen Gewichts (wichtig z.B. bei Prothesen) sowie seiner Biokompatibilität in vielen Bereichen potenziell besser geeignet als andere Materialien. Die rasche Korrosion bei Kontakt mit menschlichem Gewebe könnte bereits in naher Zukunft von Vorteil sein. Untersucht wird derzeit u.a. das Potenzial von Magnesium als Material für Implantate, beispielsweise als resorbierbare Knochenschraube.

 

WILD Kompetenzen in der Bearbeitung von Magnesium:

           Umfassender Aufbau von Knowhow im Rahmen der Technologie-Roadmap

           Fertigung von hochpräzisen Bauteilen trotz Wärmeausdehnung des Materials

           Fräs- und Drehmaschinen entsprechen modernsten Sicherheitsrichtlinien

           Spezielle Mitarbeiterschulungen

           Organisation des Produktionsumfeldes (z.B. Spänemanagement)

           Kundenberatung über mögliche Anwendungsgebiete

           Beratung bei der Auswahl der geeigneten Oberflächenbehandlung

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